Unterschiedliche Darlehensarten einer Baufinanzierung vergleichen
Die Baufinanzierung ist nicht nur die größte und komplizierteste Finanzierungsform im Privatkundenbereich, sondern der Kunde muss auch noch auf zahlreiche Details und Besonderheiten achten, die in diesem Ausmaß bei anderen Kreditarten nicht auftreten. So gibt es zum Beispiel bereits bei dem zu stellenden Kreditantrag einige Dinge zu beachten. Während nämlich die Kreditanfrage auch im Bereich der Immobilienfinanzierung kostenlos und unverbindlich ist, gilt das für eine Kreditanfrage nicht immer. Hier kann es nämlich durchaus sein, dass manche dieser "offiziellen" Anfragen verbindlich oder zumindest kostenpflichtig sind. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn man über einen Vermittler versucht, ein günstiges Angebot zu finden. Zwar muss man sich in den meisten Fällen nicht für das Angebot entscheiden, jedoch kann es durchaus sein, dass der Vermittler dann eine Gebühr für seine Dienst berechnet. Wendet man sich mit dem Kreditantrag hingegen direkt an eine Bank, so wird diese zwar einerseits nicht erfreut sein, wenn dann doch kein Kreditvertrag zustande kommt, aber verbindlich ist der Kreditantrag meistens trotzdem.
Generell sollten Kreditsuchende aber trotzdem gerade im Bereich der Baufinanzierung sehr vorsichtig sein, was einen scheinbar unverbindlichen Kreditantrag betrifft. Die Baufinanzierung als solche beinhaltet im Kern fast immer ein Hypothekendarlehen, welches die Banken in verschiedenen Varianten im Angebot haben. Die meisten Kreditnehmer entscheiden sich hier für ein Annuitätendarlehen, welches sich dadurch auszeichnet, dass die Kreditrate sowohl die Tilgung als auch die Zinsen beinhaltet. Als eine weitere Alternative, die im Zuge der Baufinanzierung ebenfalls zum Einsatz kommt, steht oft auch noch das endfällige Darlehen zur Verfügung. Hier wird die Tilgung jedoch erst am Ende der Laufzeit durchgeführt, sodass der Kreditnehmer in den vielen Jahren zuvor ausschließlich die Zinsen zahlen muss. Die dritte Variante des Hypothekendarlehens, das Tilgungsdarlehen, hat hingegen in der Praxis kaum noch eine Bedeutung.
Eine Baufinanzierung muss natürlich keineswegs nur aus einem Hypothekendarlehen bestehen, sondern es ist in der Praxis sogar meistens so, dass die Immobilienfinanzierung aus mehreren Kreditformen besteht. Neben dem Hypothekendarlehen kommt dafür unter anderem das Bauspardarlehen infrage. Dieses Darlehen erhalten Bausparer, nachdem ihr Bausparvertrag zuteilungsreif geworden ist. Da dieses Bauspardarlehen keineswegs direkt nach dem Abschluss des Bausparvertrages ausgezahlt werden kann, ist hier eine gewisse zeitliche Planung notwendig. Man sollte den Bausparvertrag also schon einige Jahre im Voraus abschließen, damit das Bauspardarlehen dann auch wirklich rechtzeitig zur Verfügung stehen kann. Ebenfalls immer häufiger in die Baufinanzierung eingebunden wird auch der KfW-Kredit, der als günstiges Förderdarlehen bekannt ist.
