Variable Zinsfestschreibungen beim Immobilienkredit nutzen

Bei einigen Darlehensarten ist es dem Kreditsuchenden dringend zu empfehlen, dass er sich erst einmal verschiedene Angebote anschaut, bevor er sich konkret auf einen Kreditgeber festlegt. Hilfreiche Mittel sind hier beispielsweise auch die Kreditrechner, die allerdings meistens nur für den Vergleich von recht einfachen Krediten wirklich nützlich sind, wie zum Beispiel von Ratenkrediten. Zum Vergleich von Immobilienkrediten sind die Kreditrechner nicht ganz so gut geeignet, denn der zu zahlende Zinssatz ist selten ein Standardzinssatz für alle Kunden, sondern von diversen Faktoren abhängig. Daher sollten sich Kunden im Bereich der Immobilienkredite auch einige individuelle Angebote einholen, sodass letztendlich beim anscheinend besten bzw. günstigsten Anbieter ein Kreditantrag gestellt werden kann. Prinzipiell ist der Kreditantrag auch in der Sparte Immobilienkredite zunächst unverbindlich. Falls die Bank allerdings einen nicht unerheblichen Aufwand mit der Antragsbearbeitung hat, kann es durchaus passieren, dass der Kreditsuchende eine Gebühr zahlen muss, falls der Kreditvertrag dann durch seine "Schuld" doch nicht zustande kommen sollte.


Meistens wird es in der Praxis aber natürlich so sein, dass der Kunde einen Kreditantrag nur dann stellt, wenn er den Immobilienkredit anschließend auch wirklich in Anspruch nehmen möchte. Zu beachten ist in dem Zusammenhang, dass man nicht allzu lange mit dem Kreditantrag warten sollte, nachdem man sich bei der Bank über die Zinskonditionen informiert hat. Denn in der Regel ist das Angebot, welches die Bank dem Kunden bezüglich des Zinssatzes und der sonstigen Konditionen gemacht hat, entweder direkt unverbindlich oder nur für einen begrenzten Zeitraum gültig. Wer sich also zum Beispiel Anfang Februar ein Angebot der Bank eingeholt hat, kann keineswegs darauf vertrauen, dass Anfang April noch die gleichen Konditionen gelten, wenn der Kreditantrag dann tatsächlich gestellt werden soll.

Grundsätzlich ist bezüglich eines Immobilienkredites wichtig zu wissen, dass die Zinskonditionen von vielen Faktoren abhängig sind, was zum Beispiel bei einem Ratenkredit kaum der Fall ist. So spielen zunächst einmal die "äußeren" Faktoren eine Rolle. Zu diesen "äußeren" Faktoren zählen die Eckdaten des Kredites, wie zum Beispiel Wahl der Zinsgestaltung (Festzins, variabler Zins), Dauer der Festschreibung (falls eine Zinsfestschreibung vereinbart wird), Laufzeit des Kredites, Darlehenssumme und Höhe der anfänglichen Tilgung. Diese "äußeren" Faktoren werden im Grunde bei allen Kunden gleich bewertet. Anders sieht es hingegen mit den "inneren" Faktoren aus, denn diese beziehen sich auf den Kunden als Kreditsuchenden. Hier kommen verschiedene individuelle Daten und Zahlen zum Tragen, die den Zinssatz beim Immobilienkredit ebenfalls beeinflussen, und zwar in nicht geringem Umfang. Zu diesen "inneren" Faktoren zählt vor allem die Bonität des Kunden. Aber auch die möglichen Sicherheiten sowie der Anteil des Eigenkapitals an der Finanzierung sind wichtige Einflussfaktoren.